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Ludwig Beutin (1951-1958)

Geboren 1903 in der Mark Brandenburg arbeitete Ludwig Beutin zunächst als Volksschullehrer. Er begann erst 1924 ein Studium in Marburg, Berlin, Wien und München, das er 1928 in Marburg abschloss. In seiner Dissertation beschäftigte er sich mit Hanse und Reich im handelspolitischen Kampf gegen England (1929). Da sich für ihn keine akademische Laufbahn eröffnete, trat er 1933 in Bremen in den Schuldienst ein, betrieb aber weiterhin Forschungen, vor allem im Bereich Handelsgeschichte und über seine neue Heimatstadt, so z.B. "Drei Jahrhunderte Tabakhandel in Bremen" (1937).

1939 habilitierte sich Beutin an der Universität Hamburg, wo er nach der Heimkehr aus dem Krieg seine Lehrtätigkeit wieder aufnahm. Ein Buch über die Wirtschaftsgeschichte der Vereinigten Staaten von Amerika, das aus politischen Gründen nicht veröffentlicht worden war, bildete nun die Grundlage für das Buch "Bremen und Amerika", das 1953 erschien.

1951 wurde Ludwig Beutin auf den Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität zu Köln berufen, womit für ihn eine Neuausrichtung der Forschungs- und Lehrtätigkeit auf die Geschichte der Industrieentwicklung und eine Ausweitung auf die allgemeine Sozial- und Wirtschaftsgeschichte verbunden war. In seinen Kölner Jahren verfasste er eine Geschichte der Hagener Handelskammer (1956) sowie eine "Einführung in die Wirtschaftsgeschichte", die noch im Jahr seines Todes 1958 erschien.