Geschichte des Seminars

Die Anfänge einer akademischen Wirtschaftsgeschichte im Raum Köln sind in volkswirtschaftlichen Veranstaltungen der 1901 gegründeten "Städtischen Handels-Hochschule Cöln" zu finden.

Im WS 1908/09 nahm Bruno Kuske nach der Fertigstellung seiner wirtschaftshistorischen Habilitationsschrift die Lehrtätigkeit auf und erhielt 1912 eine hauptamtliche Dozentur. 1917 wurde sie in eine Professur für Wirtschaftsgeschichte umgewandelt. Dies war zugleich der erste deutsche Lehrstuhl für Wirtschaftsgeschichte, dem im Laufe der Zeit eine überregionale Bedeutung für die Entwicklung des Faches zukam.

Das Fach Wirtschaftsgeschichte wurde mit der Neugründung der Universität zu Köln im Jahre 1919 in einem eigenständigen Seminar für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät verankert. Bruno Kuske bekleidete zusätzlich seit 1923 den Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie. Von 1934 bis 1944 waren die beiden Fächer Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Wirtschaftsgeographie in einem gemeinsamen Seminar organisatorisch zusammengefasst.

Nach dem II. Weltkrieg blieb das Seminar für Wirtschafts- und Sozialgeschichte als eigenständiges Seminar an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät erhalten.

Mit dem Amtsantritt von Carsten Burhop im März 2010 wurde das Seminar in "Seminar für Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte" umbenannt.

 

Die bisherigen Leiter des Seminars

Bruno Kuske (1919-1951)

Ludwig Beutin (1951-1958)

Hermann Kellenbenz (1960-1970)

Friedrich-Wilhelm Henning (1971-1996)

Toni Pierenkemper (1997-2010)

Carsten Burhop (2010-2013)

 

1968 wurde die Stelle eines Wissenschaftlichen Rates und Professors am Seminar für Wirtschafts- und Sozialgeschichte geschaffen und später in eine zweite Universitätsprofessur umgewandelt. Seit dem Sommersemester 2000 ist diese Stelle ersatzlos entfallen.

 
Die Inhaber waren:

Friedrich Seidel (1968-1972)

Friedrich Zunkel (1974-1991)

Günther Schulz (1991-2000)